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Informationen zum Smart Meter

Allgemeines

Smart Meter sind elektronische Zähler, die den Energieverbrauch messen, über eine Kommunikationsanbindung verfügen und täglich den Verbrauchswert zum Netzbetreiber (KWG) senden.

Auf ausdrücklichen Wunsch der Kunden können Messwerte in 15 Minuten Intervallen einmal täglich übertragen werden.

Gegenüber den derzeit verwendeten Geräten zur Messung des Stromverbrauchs verfügen Smart Meter beispielweise über eine Reihe neuer Funktionen auf Basis der geltenden gesetzlichen Rahmenbedingungen:

  • Fernablesung durch KWG
  • Anzeige der gespeicherten Verbrauchswerte am Smart-Meter-Display
  • Ein- und Abschaltung aus der Ferne
  • Kundenschnittstelle

Der mechanische Stromzähler in Ihrer Anlage wurde bereits oder wird in den kommenden Wochen durch einen neuen elektronischen Stromzähler („Smart Meter“) ersetzt. Dadurch haben Sie die Möglichkeit, sich die aktuellen Stromverbrauchswerte im kostenlosen KWG Webportal anzusehen.

Unter https://kwg.at/webportal steht Ihnen eine komfortable Übersicht über Ihren aktuellen und historischen Stromverbrauch zur Verfügung. Diese Informationen sollen Sie dabei unterstützen, Ihren eigenen Stromverbrauch im Zeitverlauf besser kennen zu lernen und diesen damit zu optimieren bzw. zu reduzieren.

Für die Registrierung benötigen Sie Ihre Vertragsnummer und Ihre Anlagennummer, welche auf der Stromrechnung rechts oben angeführt sind. Am Ende der Registrierung bekommen Sie ein Passwort per E-Mail zugesandt, mit dem Sie sich in das Webportal einloggen können.

Ihre Möglichkeiten im KWG Webportal:

  • Jahresverbrauch
  • Tagesverbrauch
  • Viertelstundenverbrauch (gesonderte Zustimmung unter https://kwg.at/smartmeter erforderlich)
  • Energiespartipps

Hinweis: Sollten Sie einen Smart Meter abgelehnt haben („Opt-Out“), stehen Ihnen diese Werte wunschgemäß nicht zur Verfügung.

 

 

Rund um den Zähler

Der Zähler besitzt sowohl eine europäische Zulassung als auch eine österreichische Zulassung durch das Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen (BEV). Auf Basis dieser Zulassungen werden alle Zähler geeicht, mit einer Eichplombe versehen und erfüllen damit die geforderte Messgenauigkeit. Erst dann dürfen sie in Kundenanlagen eingesetzt werden.

Elektronische Stromzähler haben in Österreich zehn Jahre Eichfrist (Novelle Maß- und Eichgesetz 2017). Der Zähler verliert somit nach zehn Jahren im Netz seine Eichgültigkeit und muss getauscht werden. Diese Zähler können nachgeeicht und für weitere zehn Jahre im Netz eingesetzt werden. Alternativ dazu besteht auch die gesetzliche Möglichkeit der sogenannten dynamischen Eichfristenverlängerung: Zähler werden zu Gruppen zusammengefasst. Vor Ablauf der Eichgültigkeit wird eine Stichprobe aus der Gruppe gezogen. Bestehen die Zähler der Stichprobe diese Eichprüfung, können alle Zähler dieser Gruppe für weitere fünf Jahre im Netz eingesetzt bleiben.

Es werden täglich gesammelt nur jene Daten übertragen, welche für die Abrechnung und Verbrauchsinformation der Kundenanlage erforderlich sind. Grundsätzlich sind dies Tageszählerstände.

Nur bei vertraglicher Verpflichtung wie z.B.: Mehrfachtarif oder ausdrücklicher Zustimmung des Kunden, werden zusätzlich einmal täglich gesammelt die 15 Minuten Verbrauchswerte übertragen.

Entsprechend der rechtlichen Grundlagen werden die Verbrauchsdaten täglich ausgelesen und dem Kunden am Folgetag im Web-Portal von KWG individuell zur Verfügung gestellt.

Einmal pro Monat werden diese Daten dem betreffenden Energielieferanten für die Abrechnung und die Erstellung der gesetzlich vorgeschriebenen Stromkosten- und Verbrauchsinformation übermittelt. Je nach Tarif und Kundenwunsch sind dies 15 Minuten Verbrauchswerte oder Tagesverbrauchswerte.

KWG darf Daten nur aufgrund der gesetzlichen Verpflichtungen oder einer ausdrücklichen Zustimmung des Kunden auslesen und verarbeiten. Zugriff auf diese Daten hat nur der Kunde selbst über das Web-Portal. Eine Weitergabe der Daten durch KWG erfolgt – wie bisher– ausschließlich an den jeweiligen Energielieferanten und auf Basis der gesetzlichen Vorgaben für die Verrechnung bzw. die Stromkosteninformation. Der Kunde entscheidet selbst, wem er darüber hinaus diese Daten zur Verfügung stellen bzw. weitergeben möchte

Smart Meter sind  mit einer Anzeige ausgestattet, die standardmäßig zumindest den aktuellen Zählerstand anzeigt. Auf das ausdrückliche Verlangen des Kunden hin, ist es möglich, in der Vergangenheit (bis zu 60 Tage) zurückliegende Zählerstände anzuzeigen. Diese Funktion ist bei einem Wohnungswechsel daher erst nach 60 Tagen verfügbar. So kann kein Kunde die Verbrauchsdaten des Vormieters abrufen.

Kunden können auch bei dieser neuen Zählertechnologie – wie bisher – auf den Schutz ihrer Verbrauchsdaten vertrauen.

In den laufenden Entwicklungen des Smart Metering Systems werden alle Aspekte, die den Datenschutz und die Datensicherheit betreffen, mitberücksichtigt und hierfür erforderliche Maßnahmen umgesetzt. Bei der Branchenvertretung Österreichs Energie wurde von den österreichischen Netzbetreibern in Zusammenarbeit mit IKT-Sicherheitsexperten ein umfassendes Papier erarbeitet und abgestimmt, welches die Grundlage für die Errichtung und den Betrieb von Smart Metering in Österreich darstellt.

Die Erhebung von Messdaten durch einen Smart Meter unterliegt, wie jede andere Datenanwendung, den Rechtsvorschriften des Datenschutzgesetzes. Die Einhaltung wird durch KWG gewährleistet.

Auch KWG selbst darf die Verbrauchsdaten nur für die gesetzlich definierten Zwecke (beispielsweise die Abrechnung) heranziehen.

Um das Fernsehprogramm erkennen zu können, wäre eine sekundengenaue Ablesung nötig. In Österreich werden die Daten aber nur alle Viertelstunden ausgelesen. (Und selbst diese Viertelstundenwerte dürfen nur mit ausdrücklichem Einverständnis des jeweiligen Konsumenten ausgelesen und beim Netzbetreiber gespeichert werden.) Mit diesen Daten lässt sich kein Fernsehverhalten nachweisen.
In der Industrie sind im Übrigen seit Jahren problemlos Lastprofilzähler im Einsatz, die Viertelstunden-Werte messen können.

Gesundheit und Umwelt

Smart Meter senden ihre Daten über interne Funkmodule an unser System. Die durchschnittliche Sendezeit beträgt zwei Minuten pro Tag. Die elektromagnetische Zusatzbelastung  bei einer solchen Übertragung entspricht in etwa einer zusätzlich gesendeten SMS pro Tag und ist daher äußerst gering.

Laut dem deutschen Bundesamt für Strahlenschutz sind Smart Meter mit Funkübertragung gesundheitlich unbedenklich. Die Strahlenbelastung durch die Geräte liegt weit unter den Grenzwerten. Anders als beim Mobilfunk besteht beim Betrieb drahtloser Smart Meter kein Körperkontakt zu Personen. Während das Handy beim Telefonieren am Kopf bzw. unterwegs in der Hosentasche am Körper ist, ist der Smart Meter in einem Kasten o.ä. und beim Betrieb nicht in Körperkontakt mit einer Person. Zudem werden die Zähler nicht dauernd ausgelesen und Funkverbindungen deshalb nur zeitweise aufgebaut.
Nach aktuellem Wissensstand können negative Auswirkungen auf Hilfsgeräte, wie zum Beispiel Herzschrittmacher, mit hoher Sicherheit ausgeschlossen werden. Die Gesundheit wird durch den Betrieb der Geräte nicht gefährdet.

Smart Meter mit Funkübertragung, wie sie von KWG eingesetzt werden, verursachen keine Störungen an anderen elektronischen Geräten.